Aphorismus über Liebe und Wissen
11. März 2010 von Matthias Pleye
Dass man jemanden liebt, merkt man daran, dass man alles von ihm wissen will.
11. März 2010 von Matthias Pleye
Dass man jemanden liebt, merkt man daran, dass man alles von ihm wissen will.
10. März 2010 von Matthias Pleye
Der Spiegel (10/2010) titelt: „Die Euro-Lüge. ‚Ein Mitgliedstaat haftet nicht für die Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedstaats‘. EU-Vertrag von Lissabon, Artikel 125 (1)“.
Welch eine Überraschung aber auch, dass Verträge nicht gehalten werden, wo doch allbekannt ist, dass stets die Realität exakt dem Recht folgt…
Charles de Gaulle sagte: „Verträge sind wie Mädchen und Rosen. Sie halten sich so lange, wie sie sich halten.“
10. März 2010 von Matthias Pleye
Hannelore Kraft (SPD) fordert gemeinnützige Jobs für Hartz-IV-Empfänger. Aber beginnen sollten wir mit gemeinnützigen Jobs für Politiker.
10. März 2010 von Matthias Pleye
Der Focus (10/2010) titelt: „Die Burn-out-Gesellschaft. Macht uns der Job krank? Wege aus der Psycho-Falle“
Die einen macht der extreme Job krank, die anderen die extreme Erfahrung, dass sie keinen Job bekommen. Wir sollten uns von den Extremen verabschieden und dabei den kulturellen Status des Faktors ‚Arbeit‘ relativieren, unter anderem durch die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Schon der Mathematiker, Philosoph und Nobelpreisträger für Literatur Bertrand Russell wusste: „In der Welt wird zu viel gearbeitet, und die Überzeugung, Arbeit sei schon Tugend, richtet ungeheuren Schaden an.“
6. März 2010 von Matthias Pleye
Sie nennen es Depression, und stecken doch bloß in der Pubertät – aber eben mit 50.
(Lit.: Jesper Juul: Pubertät. Wenn Erziehen nicht mehr geht. Gelassen durch stürmische Zeiten.)
5. März 2010 von Matthias Pleye
„Wer nicht mehr strebt, wer nicht mehr lernt, der lasse sich begraben.“ (Ernst von Feuchtersleben)
Auch wer sich begraben lässt, strebt noch – nach dem Tod.
4. März 2010 von Matthias Pleye
4. März 2010 von Matthias Pleye
Der Stern (10/2010) titelt: „Vorsorge und Früherkennung. Welche Untersuchungen sinnvoll sind – und was riskant oder überflüssig ist“.
Das Leben ist riskant, der Tod überflüssig. So hat der Mensch Sorge – und bekämpft sie mit Vorsorge. Als ob man Angst mit Ängstlichkeit in den Griff bekäme.
(Lit.: Werner Bartens: Vorsicht Vorsorge! Wenn Prävention nutzlos oder gefährlich wird.)
3. März 2010 von Matthias Pleye
„Unsere Weisheit kommt aus unserer Erfahrung. Unsere Erfahrung kommt aus unseren Dummheiten.“ (Sacha Guitry)
Unsere Erfahrung kommt häufig aus unseren Dummheiten, unsere Weisheit selten aus unserer Erfahrung.
2. März 2010 von Matthias Pleye
Am sichersten wird man noch als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen, wenn man einer ist.
(Allen ‚Kommunikations- und Selbstvermarktungsexperten‘ unserer Tage zugeeignet.)
(Lit.: Bernd M. Kraske: Im Spiel von Sein und Schein. Thomas Manns Hochstapler-Roman ‘Felix Krull’.)
1. März 2010 von Matthias Pleye
Der Focus (9/2010) titelt: „Die Welt nach der Krise. Ist der Abschied vom Wirtschaftswachstum die Lösung? Die Konsequenzen für Jobs, Familie und Wohlstand“.
Wieso nach der Krise? Wir stecken mitten in der Krise, auch wenn ihre Wirkungen viele noch nicht erreicht haben.
Und was nutzt der Parameter des Wirtschaftswachstums, solange er qualitative Aspekte, etwa soziale, ökologische, psychologische, existenzielle Folgen des Wirtschaftens, nahezu unbeachtet lässt?
(Lit.: Dietrich Brüning: Wirtschaftswachstum und Menschenwürde. Ein Widerspruch?)
28. Februar 2010 von Matthias Pleye
Der Spiegel (9/2010) titelt: „Mensch Käßmann. Vom Umgang mit der Schuld“.
Also, dass auch der Spiegel schon mitbekommen hat, dass Margot Käßmann ein Mensch ist…
Ach ja, die Protestanten und die Schuld…
Dazu fällt mir jetzt nur einer meiner Aphorismen ein: Wer immerzu betont, wie schuldig die Menschen seien, muss sich nicht wundern, wenn sie dann auch Schuld auf sich laden. Im Grunde erfüllen sie so ja nur die Erwartungen.
Na, einen Aphorismus hätte ich vielleicht noch: Der eine gesteht seine Schuld und wandert ins Gefängnis. Der andere gesteht sie und wird für seine menschliche Größe gefeiert.
(Lit.: Pinchas Lapide: Von Kain bis Judas. Ungewohnte Einsichten zu Sünde und Schuld.)
27. Februar 2010 von Matthias Pleye
Achtung, liebe Christen: Wer zweimal umkehrt, könnte wieder am Anfang stehen.
(Lit.: Konrad H. Jarausch: Die Umkehr. Deutsche Wandlungen 1945-1995.)
27. Februar 2010 von Matthias Pleye