Feeds
Artikel
Kommentare

„Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.“ (Theodor Fontane)
 
Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Lebens in einem einzigen Satz.
 
(Lit.: Theodor Fontane: Balladen und Erzählungen.)

Das neue Spiegel-Cover titelt: „Triumph der Sünde. Von Wollust, Habgier und anderen Versuchungen“.
 
Und sie schreien: „Sünde!“, damit‘s danach mehr Spaß macht.
 
(Lit.: Gerhard Schulze: Die Sünde. Das schöne Leben und seine Feinde.)

„Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.“ (Tendzin Gyatsho)
 
Das gilt zumindest nicht für die Häftlinge in Guantánamo.
 
(Lit.: Dalai Lama: Der Weg zum Glück. Sinn im Leben finden.)

Bei guter Verpflegung mit Antidepressiva kann der Mensch sogar leben, ohne zu leben.
 
(Lit.: Ned Vizzini: Eine echt verrückte Story.)

Das Leben einer Frau ist hart. Aber das Leben einer Frau, die eine Mutter hat, ist härter.
 
(Lit.: Claudia Haarmann: Mütter sind auch Menschen. Mütter und Töchter begegnen sich neu.)

Oskar Lafontaine plaudert mit Heribert Prantl und sagt: „Ich will jetzt leben.“
 
Lafontaine scheint sich noch ein Gefühl dafür bewahrt zu haben, dass die so genannte Geschichte – er ist ja eine historische Persönlichkeit – eine Form des Unlebens ist.

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“ (Goethe)
 
Es strebt der Mensch, solang er irrt.

Kurt Tucholsky meinte:

Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern.

Ja, aber mehr noch: Die meisten Leute leben ihr Leben, wie sie es leben, weil die meisten Leute es so leben.

US-Kommandeur Anthony Cucolo hat in seinem irakischen Befehlsbereich Schwangerschaft unter Strafe gestellt. Er brauche jeden Soldaten. Was bilden die Damen und Herren sich auch ein: Eine Armee ist schließlich dazu da, Leben zu nehmen, nicht, Leben zu geben…

Vom süßen Asketen

Süße Askese: „Man hat ja sonst im Leben kein Vergnügen“, sagte der Dreihundertpfunder – und beugte sich über die Torte.

Heute vor 91 Jahren, am 11. Dezember 1918, wurde Alexander Solschenizyn geboren.
 

Das Leben prüft, aber es verteilt keine Noten.

Jean Van Hamme soll einmal gesagt haben, die Hoffnung sei das Privileg der Verlierer.
 
Aber auch die Gewinner hoffen: dass sie Gewinner bleiben. Doch die Einteilung in Gewinner und Verlierer ist oberflächlich. Wir sind alle Verlierer – existenziell betrachtet. Wir werden alle unser Leben verlieren. Der Rest ist Religion, sei’s religiös oder areligiös.

 
Via Nerdcore.