Feeds
Artikel
Kommentare

Manche sprechen von ‚Menschenmaterial‘, manche von ‚Humankapital‘. Mit den Menschen sprechen nur wenige.

Der Spiegel (9/2010) titelt: „Mensch Käßmann. Vom Umgang mit der Schuld“.
 
Also, dass auch der Spiegel schon mitbekommen hat, dass Margot Käßmann ein Mensch ist…
 
Ach ja, die Protestanten und die Schuld…
 
Dazu fällt mir jetzt nur einer meiner Aphorismen ein: Wer immerzu betont, wie schuldig die Menschen seien, muss sich nicht wundern, wenn sie dann auch Schuld [...]

Der Mensch besteht jeden Ökotest. Er ist komplett biologisch abbaubar.
 
(Lit.: Philippe Bourseiller: Die Schönheit der Welt Tag für Tag. 365 Ideen, unsere Erde zu bewahren.)

Frei fühlt sich der Mensch, wenn er sein Lieblingseis isst.
 
(Lit.: Linda Tubby: Eis für Genießer. 90 verführerische Originalrezepte aus Italien.)

Bei guter Verpflegung mit Antidepressiva kann der Mensch sogar leben, ohne zu leben.
 
(Lit.: Ned Vizzini: Eine echt verrückte Story.)

„Die Wahrheit richtet sich nicht nach uns; wir müssen uns nach ihr richten.“ (Matthias Claudius)
 
In der Lust, Wirklichkeit als Konstruktion zu entlarven, steckt auch die Unlust, sie anzuerkennen.
 
(Lit.: Peter Berglar: Matthias Claudius.)

An den Brüsten der Natur saugen die Menschen ihre Selbstrechtfertigungen.

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“ (Goethe)
 
Es strebt der Mensch, solang er irrt.

Bei der Beurteilung eines Menschen wird gemeinhin zu wenig beachtet, in welchem Abschnitt seiner Entwicklung er sich befindet.
 

Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwäche, der Jurist in seiner ganzen Schlechtigkeit, der Theologe in seiner ganzen Dummheit.
(In: Parerga und Paralipomena. Kleine philosophische Schriften II.) 
Von den Ärzten und Theologen hier einmal abgesehen: Ich lese gerade in Rechtsratgebern zu den Themen ’Ehe’, ’Eheverträge’ und ‘nichteheliche Lebensgemeinschaften’; und – was soll ich sagen? - ich glaube zu ahnen, was Schopenhauer [...]

Ein Text, den man nicht versteht, hat den Vorteil, dass man ihm die Erfüllung beliebiger Wünsche aninterpretieren kann. Genauso ist es mit einem Menschen, den man nicht versteht.
 

Ob der Affe auch so viel Aufhebens davon macht, dass er ‚vom Menschen abstammt’?
 

Unsere Lebenswelten wirken nach außen oft so rein und unbefleckt, dass als Beschmutzendes eigentlich nur noch der Mensch entfernt werden müsste.
 

Zwecke gibt’s, die treten an den Menschen und nehmen ihn mit sich.