Feeds
Artikel
Kommentare

Wörter sind dehnbar wie ein Gummiband. Bis zu einem gewissen Punkt kann man sie verstehen, wie man will. Dann reißen sie.

Ein Text, den man nicht versteht, hat den Vorteil, dass man ihm die Erfüllung beliebiger Wünsche aninterpretieren kann. Genauso ist es mit einem Menschen, den man nicht versteht.
 

Viele leben nach dem Motto: Lieber nichts hören als verstehen.
 

Viele leben nach dem Motto: Lieber nichts hören als nichts verstehen.
 

Man entwerfe ein Bauwerk von Gedanken, das logisch ist, aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Das lege man mittleren Köpfen vor, die es auswendig lernen sollen. Sie werden so froh sein, es zu verstehen: Sie werden die Logik für die Realität halten. Dann hat man Ideologie, die sogar auf die Wirklichkeit wirken kann.
 

Wer verstanden hat, was der Mensch ist, und sich trotzdem nicht ängstigt, sondern lernt, Milde walten zu lassen, der ist weise.
 

Wer glücklich ist, hat nichts begriffen – oder alles.
 

Man lässt das Gehörte sacken, wo man es nicht verdauen kann.
 

Der Mensch sieht kaum die Hälfte dessen, was er wahrnimmt, glaubt aber, er könne die ganze Welt verstehen.
 

© 2008-2010 Matthias Pleye